Eine Tabelle ist kein schlechter Anfang. Viele Unternehmen planen ihre Liquidität jahrelang in Excel und fahren gut damit. Diese Seite sagt, bis wohin das trägt, woran du merkst, dass es nicht mehr reicht, und was der Umstieg kostet und bringt.
Wann eine Tabelle reicht
Solange alle drei Punkte zutreffen:
- Du hast ein Bankkonto.
- Du hast wenige Buchungen, als Faustregel bis etwa 30 im Monat.
- Niemand außer dir plant mit.
Die Tabelle kostet nichts, und du verstehst jede Zelle. Du weißt, woher jede Zahl kommt, weil du sie selbst eingetragen hast. Das ist ein echter Vorteil, den keine Software ersetzt.
Wie ein einfacher Plan in Excel aussieht
Eine Spalte je Woche für die nächsten 13 Wochen, darunter vier Blöcke:
- Anfangsbestand: der Kontostand am Montag.
- Einzahlungen: offene Rechnungen nach Fälligkeit, dazu erwartete Aufträge.
- Auszahlungen: Miete, Gehälter, Lieferanten, Steuern, Tilgung.
- Endbestand: Anfang plus Einzahlungen minus Auszahlungen. Er ist der Anfangsbestand der nächsten Woche.
Einmal in der Woche trägst du den echten Kontostand ein und schiebst, was nicht gekommen ist, in die nächste Woche. Mehr braucht es am Anfang nicht.
Fünf Zeichen, dass die Tabelle nicht mehr reicht
- Du tippst jeden Monat Kontoauszüge ab.
- Zwei Personen pflegen dieselbe Datei, und keiner weiß, welche Fassung stimmt.
- Du hast mehr als ein Konto oder mehr als eine Firma.
- Die Bank oder ein Investor will eine Planung sehen, die zum Kontostand passt.
- Du hast die Datei seit drei Wochen nicht geöffnet, weil das Nachtragen zu lange dauert.
Das letzte Zeichen ist das wichtigste. Eine Planung, die niemand pflegt, warnt auch niemanden.
Was der Umstieg kostet und was er spart
Ein Rechenbeispiel mit Annahmen, die du durch deine eigenen ersetzen solltest:
| Tabelle | Software | |
|---|---|---|
| Zeit pro Woche | 1 Stunde fürs Nachtragen | 15 Minuten fürs Prüfen |
| Zeit im Monat | rund 4 Stunden | rund 1 Stunde |
| Kosten im Monat | 0 € | 35 € bis 105 € |
Bei drei gesparten Stunden im Monat trägt sich die Software, sobald dir eine Stunde mehr wert ist als 12 € bis 35 €. Die Preise sind die Listenpreise der Tarife mit einem bis fünf Konten vom 12. Oktober 2026; die Stunden sind Annahmen.
Dazu kommt, was sich schwer in Euro fassen lässt: Die Vorschau stimmt jeden Morgen, ohne dass jemand etwas getan hat.
Was sich mit Software nicht ändert
Eine Software ersetzt nicht das Nachdenken über die Annahmen. Ob ein Kunde pünktlich zahlt und ob der Auftrag im März kommt, weißt nur du. Sie nimmt dir das Abtippen ab, rechnet Szenarien durch und zeigt früher, wenn es eng wird.
Der Umstieg in drei Schritten
- Tabelle behalten. Lass sie im ersten Monat parallel laufen. Stimmen beide überein, kannst du sie ablegen.
- Konten und Buchhaltung anbinden. Das dauert etwa einen halben Tag.
- Wiederkehrendes einmal sauber anlegen. Miete, Gehälter, Steuern. Danach pflegst du nur noch die Ausnahmen.
Welches Werkzeug zu deiner Lage passt, steht unter Welche Software passt?. Die Preise aller Anbieter findest du im Vergleich.
Häufige Fragen
Reicht Excel für die Liquiditätsplanung?
Ja, solange du ein Konto, bis etwa 30 Buchungen im Monat und keine zweite Person hast, die mitplant. Darüber kostet das Nachtragen mehr Zeit, als eine Software kostet.
Wie baue ich einen Cashflow-Plan in Excel auf?
Eine Spalte je Woche für 13 Wochen, darunter Anfangsbestand, Einzahlungen, Auszahlungen und Endbestand. Der Endbestand einer Woche ist der Anfangsbestand der nächsten.